Qualität und Transparenz

Beim Einkauf der Rohware wird nicht auf den Preis geachtet, sondern auf die Qualität!

Dies setzt voraus, dass die Rohware der Bio-Bauern aus Anbaugebieten mit idealen Klimabedingungen und idealer Bodenbebeschaffenheit bezogen wird. Goldmühle berücksichtigt dabei, dass regionale Bio-Bauern, bei denen diese Voraussetzungen gegeben sind, bevorzugt werden. So wird beispielsweise der Bio-Hanfsamen direkt beim Bio-Bauern in Österreich bezogen.

Weitere Bezugsquellen:

  • Bio-Leinsamen: Tschechien
  • Bio-Schwarzkümmel: Ägypten
  • Bio-Sonnenblumenkerne: Rumänien
  • Bio-Kokosraspeln: Vietnam
  • Bio-Arganöl: Marokko
  • Bio-Walnüsse: Moldawien

Alle Öle werden von Goldmühle produziert. Einzige Ausnahme ist das Bio-Arganöl. Aufgrund einer Vereinbarung (Gentlemen´s Agreement) mit Marokko darf Arganöl nirgendwo auf der Welt hergestellt werden, um Profit zu erzielen. Mit dieser Vereinbarung soll erreicht werden, dass den Berberfrauen nicht ihre Lebensgrundlage genommen wird.
Goldmühle achtet jedoch darauf, dass die Rohware des Öls vom Bio-Bauern kommt und mit einem Schneckenpressverfahren hergestellt wird.

Für die Premium-Qualität der Öle verarbeitet Goldmühle u. a. folgende Rohware:

  • Goldleinsamen (kostet mehr als das Doppelte gegenüber dem klassischen Braunleinsamen)
  • Nüsse von 1A-Qualität (nicht die klassische 3. Wahl)
  • Nigella sativa (Schwarzkümmel), nachweislich in Ägypten gewachsen

Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Und das wollen wir hier einmal an zwei Beispielen verdeutlichen:

  1. Goldmühle verarbeitet Nüsse von 1A-Qualität. Einkaufspreis ca. 11.000,00 € pro Tonne.
    Bei den klassischen Nüssen 3. Wahl beträgt der Einkaufspreis ca. 3.500,00 € pro Tonne.
  2. Goldmühle verarbeitet Nigella sativa (Schwarzkümmel) nachweislich aus einem Anbaugebiet Ägyptens. Einkaufspreis bis 12.000,00 € pro Tonne.
    Der Einkaufspreis von Nigella sativa beispielsweise aus der Türkei: ca. 3.500,00 € pro Tonne.

Hintergrundwissen zur Nigella sativa:

Es ist erwiesen, dass die Nigella sativa ihre Ausprägung an Inhaltsstoffen nur dann aufweist, wenn sie in Ägypten wächst. Dies ist auf die idealen Klimabedingungen und die ideale Bodenbeschaffenheit zurückzuführen. Für den Endverbraucher ist leider nicht ersichtlich, ob die Rohware auch wirklich aus einem Anbaugebiet Ägyptens kommt. Sobald nämlich die Nigella sativa zur Ölherstellung verwendet wird, darf das Produkt als "Original Ägyptisches Schwarzkümmelöl" bezeichnet werden – auch, wenn das Anbaugebiet der verwendeten Nigella sativa in einem anderen Land als Ägypten liegt. Dies ist deshalb erlaubt, da die Originalsaat ürsprünglich aus Ägypten stammt. Die Produktbezeichnung bezieht sich in diesem Fall nur auf die Verwendung der Nigella sativa (Sorte).

Kontrolle der Rohware

Goldmühle kontrolliert bei Wareneingang die Rohware unter anderem auf Beschädigungen, die beispielsweise bei einer unsachgemäßen Ernte entstehen können. Sind die Samen beschädigt, wird die Ware nicht verarbeitet. Denn bei beschädigten Samen ist das Öl bereits mit Sauerstoff in Verbindung gekommen und somit vor der Verarbeitung ranzig. Außerdem darf die Rohware vor der Verarbeitung nur eine maximale Restfeuchte von 7 % enthalten. Ebenso wird kontrolliert, ob die Samen auch schonend getrocknet wurden. Denn dann sind sie noch keimfähig. Eine zu heiße Trocknung würde den Samen abtöten und somit auch seine Inhaltsstoffe. Bei den Kokosraspeln ist eine zu heiße Trocknung unter anderem durch eine Farbveränderung sichtbar. Das Fruchtfleisch bzw. die Raspeln sind nicht mehr weiß, sondern cremefarbig.

Zusätzlich arbeitet Goldmühle zusammen mit der Bio Austria GmbH (ABG), welche biologische Produkte, vom biologischen Urprodukt bis hin zum Letztverarbeiter, kontrolliert und zertifiziert. Die ABG arbeitet im Auftrag der Lebensmittelbehörden.

Trocknungsverfahren

Die Trocknung der Rohware findet bereits beim Bio-Bauern statt. Beim Trocknungsverfahren hat Goldmühle sich für das maschinelle Lufttrocknungsverfahren entschieden. Hier wird der Rohware in einer Trocknungskammer durch Zufuhr warmer Luft sehr gleichmäßig die Feuchtigkeit entzogen. Goldmühle verwendet nur Rohware, die schonend und bei sehr niedrigen Temperaturen getrocknet wurde.

Warum nicht das Sonnentrocknungsverfahren?

Bei der Sonnentrocknung wird die Rohware mehrere Tage unter freiem Himmel in der Sonne getrocknet. Dieses Verfahren hat sich das Goldmühle-Team einmal direkt vor Ort bei verschiedenen Kokosnuss-Plantagen angesehen und musste feststellen, dass die geschälten Kokosnüsse oft direkt neben stark befahrenen Straßen zum Trocknen ausgelegt wurden. Das Goldmühle-Team war sich einig, dass die permanenten Abgase sowie der aufgewirbelte Staub und Dreck für ein gesundes Produkt wohl nicht förderlich sind.

Weitere Qualitätsmerkmale

An dieser Stelle möchten wir nur kurz weitere Qualitätsmerkmale nennen, da wir in unserer Infothek unter "Goldmühle / Produktion" diese bereits ausführlicher geschildert haben.

Pressverfahren

Für den Pressvorgang verwendet Goldmühle kleine Ölpressen mit Schneckenpressverfahren. Diese werden mit der niedrigsten Geschwindigkeit betrieben und es werden nur große Düsen verwendet. Dadurch, und unter Zuhilfenahme eines eigens von Goldmühle entwickelten Kühlverfahrens, entstehen beim Pressvorgang nur Temperaturen bis maximal 40° C.

Abfüllung

Bio-Öle von Goldmühle werden dekantiert und nicht gefiltert!

Dekantieren des Öls

Pro Pressvorgang werden maximal 20 Liter Öl in einem Behälter gesammelt, der nach dem Pressvorgang unverzüglich verschlossen wird. In der nun folgenden Ruhezeit können sich die im Öl befindlichen Schwebstoffe absetzen. Ist dieser Prozess beendet, wird das Öl dekantiert. Dies geschieht innerhalb von 48 Stunden nach Beendigung des Pressvorgangs durch Abschöpfen und gleichzeitige Abfüllung in ein MIRON Violettglas (Ausnahme Kokosöl 165 ml und 500 ml). Dazu werden keine Maschinen verwendet. Jedes Öl wird von Hand abgefüllt und etikettiert.

Beim Dekantieren entsteht keine Wärme – die wichtigen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Filterung – wichtige Inhaltsstoffe werden zerstört

Durch eine Filterung wird Öl mit hohem Druck durch sogenannte Filterplatten gepresst. Hierdurch wird eine größtmögliche Ölausbeute des brauchbaren Öls erzielt. Doch wie beim Pressen des Samens durch eine kleine Düse und / oder hoher Pressgeschwindigkeit, entstehen auch bei der Filterung durch den hohen Druck sehr hohe Temperaturen, die wichtige Inhaltsstoffe zerstören.

Lagerung der Rohware und des Öls

Goldmühle lagert die Rohware bei konstanten 18° C.

Öle werden in der Regel auf Kundenwunsch produziert, sodass Sie immer ein möglichst frisches Produkt erhalten. Dies ist gerade bei Leinöl sehr wichtig, da es keine lange Haltbarkeit aufweist. Goldmühle empfiehlt die Lagerung bei maximal 18 ° C, Leinöl am besten im Kühlschrank.

Besichtigung

Goldmühle legt viel Wert auf Transparenz. Wer möchte, kann die Goldmühle Speiseölmanufaktur in Götzis (Österreich) gerne besuchen und einmal "hinter die Kulissen schauen".

 

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