Produktion

Wareneingang

Eine 1A-Qualität der Rohware ist die Grundvoraussetzung für Bio-Öle von Goldmühle

Darum kontrolliert Goldmühle beim Wareneingang die Rohware unter anderem auf Beschädigungen, die beispielsweise bei einer unsachgemäßen Ernte entstehen können. Sind die Samen beschädigt, wird die Ware nicht verarbeitet. Denn bei beschädigten Samen ist das Öl bereits mit Sauerstoff in Verbindung gekommen und somit vor der Verarbeitung bereits ranzig. Außerdem darf die Rohware vor der Verarbeitung nur eine maximale Restfeuchte von 7 % enthalten. Ebenso wird kontrolliert, ob die Samen auch schonend getrocknet wurden. Denn dann sind sie noch keimfähig. Eine zu heiße Trocknung würde den Samen abtöten und somit auch seine Inhaltsstoffe. Bei den Kokosraspeln ist eine zu heiße Trocknung unter anderem durch eine Farbveränderung sichtbar. Das Fruchtfleisch bzw. die Raspeln sind nicht mehr weiß, sondern cremefarbig.

Das Saatgut wird vor der Pressung nicht behandelt oder verändert, wie z. B. geröstet.

Pressverfahren

Goldmühle verwendet zur Herstellung ihres Bio-Öls ein schonendes Schneckenpressverfahren. Dazu werden die kleinsten motorisierten Ölpressen der Marke Monforts verwendet.

Beim Pressvorgang werden die Samen durch eine Düse gepresst. Es gibt verschiedene Düsen, die sich durch ihren Durchmesser unterscheiden. Je kleiner die Düse, umso größer ist die Ölausbeute. Gleichzeitig erhöht sich jedoch auch der Pressdruck und die dadurch entstehenden Temperaturen. Ein weiterer wichtiger Punkt bezüglich Temperatur ist die Geschwindigkeit, mit der die Ölpresse betrieben wird. Denn auch hier gilt: je schneller die Ölpresse betrieben wird, umso höhere Temperaturen entstehen. Damit nun die wichtigen Inhaltsstoffe des Öls durch hohe Temperaturen nicht zerstört werden, verwendet Goldmühle große Düsen und die niedrigste Geschwindigkeit. Dadurch wird erreicht, dass beim Pressvorgang die Temperatur nicht über 40° C steigt. Zudem bewirkt ein eigens von Goldmühle entwickeltes Kühlverfahren, dass die beim Pressen entstehenden Temperaturen um durchschnittlich 5° C herabgesetzt werden. Somit wird beispielsweise beim Leinöl eine Presstemperatur von nur knapp über 30° C erreicht.

Durch die Schilderung der Warenüberprüfung und des Pressverfahrens wird Ihnen nun sicherlich bewusst, dass Goldmühle ihre Produkte absolut qualitätsorientiert herstellt und der Gewinn nicht im Vordergrund steht. Dies möchten wir anhand der folgenden Punkte verdeutlichen:

  • Durch die Verwendung der kleinsten Monforts-Ölpressen und der niedrigsten Pressgeschwindigkeit wird die Press-Kapazität nur zu 15 % ausgeschöpft. Pro Maschine können so maximal 800 ml Öl pro Stunde produziert werden.
  • Aufgrund der schonenden Pressung benötigt Goldmühle wesentlich mehr Samen. Bei der Herstellung von z. B. Leinöl werden für 1 Liter Öl ca. 4 kg Samen verwendet. Würde Goldmühle eine kleinere Pressdüse verwenden, könnten sie mit nur ca. 3 kg Samen 1 Liter Leinöl produzieren.

Abfüllung

Bio-Öle von Goldmühle werden dekantiert und nicht gefiltert!

Nach dem Pressen fließt das Öl über einen kurzen Weg von ungefähr 5 cm direkt in einen Behälter, der nach dem Abfüllen unverzüglich verschlossen wird. Somit kommt das Öl nach dem Auslaufen kaum mit Sauerstoff in Verbindung. Gesammelt werden maximal 20 Liter. In der nun folgenden Ruhezeit können sich die im Öl befindlichen Schwebstoffe absetzen. Ist dieser Prozess beendet, wird das Öl dekantiert. Dies geschieht innerhalb von 48 Stunden nach Beendigung des Pressvorgangs durch Abschöpfen und gleichzeitige Abfüllung in ein MIRON Violettglas (Ausnahme Kokosöl 165 ml und 500 ml). Dazu werden keine Maschinen verwendet. Jedes Öl wird von Hand abgefüllt und etikettiert.

Goldmühle Bio-Öle werden nach der Pressung nicht entschleimt, entsäuert, gebleicht oder desodoriert.

Hier zeigt sich erneut, dass Goldmühle qualitätsorientiert produziert. Dies wird im folgenden Beispiel näher erläutert.

Filterung – wichtige Inhaltsstoffe werden zerstört

Durch eine Filterung wird Öl mit hohem Druck durch sogenannte Filterplatten gepresst. Hierdurch wird eine größtmögliche Ölausbeute des brauchbaren Öls erzielt. Doch wie beim Pressen des Samens durch eine kleine Düse und / oder hoher Pressgeschwindigkeit, entstehen auch bei der Filterung durch den hohen Druck höhere Temperaturen, die wichtige Inhaltsstoffe zerstören.

Dekantieren – 100 % Qualität

Beim Dekantieren entsteht keine Wärme – die wichtigen Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Es bleibt allerdings eine große Menge an satzhaltigem (schwebstoffhaltigem) Öl als Schwund über. Aber nur so erhalten Sie ein qualitativ hochwertiges Öl.

Beispiel:
Für 1 Liter Schwarzkümmelöl benötigt Goldmühle ca. 5 kg Schwarzkümmelsamen. 20 Liter gepresstes Schwarzkümmelöl enthält ungefähr 8 Liter satzhaltiges Öl, welches bei Goldmühle aufgrund des Dekantierens übrig bleibt und nicht verwendet wird. Das sind 40 %, auf die Goldmühle qualitätsbedingt verzichtet!

Würde Goldmühle 20 Liter Schwarzkümmelöl filtern, wären 18 Liter davon brauchbar und sie würden nur auf 2 Liter bzw. 10 % verzichten. Allerdings wären es 18 Liter Schwarzkümmelöl, welches durch die entstandene Hitze beim Filtern die wertvollen Inhaltsstoffe verloren hätte.

Aber nicht nur die Zerstörung der Inhaltstoffe ist ein Nachteil beim Filtern des Öls. Die schlechten Säure- und Bitterstoffe werden nicht herausgefiltert, sondern mit ins Öl gepresst.

Warum müssen Schwebstoffe entfernt werden?

Beim Schwarzkümmelöl sowie beim Hanföl besitzen die Schwebstoffe im Öl eine negative Eigenschaft: Sie setzen Enzyme frei, die die wertvollen ungesättigten Fettsäuren in gesättigte umwandeln.

Lagerung der Rohware und des Öls

Goldmühle lagert die Rohware bei konstanten 18° C.

Öle werden in der Regel auf Kundenwunsch produziert, sodass Sie immer ein möglichst frisches Produkt erhalten. Dies ist gerade bei Leinöl sehr wichtig, da es keine lange Haltbarkeit aufweist. Goldmühle empfiehlt die Lagerung bei maximal 18 ° C, Leinöl am besten im Kühlschrank.

Besichtigung

Goldmühle legt viel Wert auf Transparenz. Wer möchte, kann die Goldmühle Speiseölmanufaktur in Götzis (Österreich) gerne besuchen und einmal "hinter die Kulissen schauen".

 

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